Die neue Landesregierung hatte Ende 2022 in ihrem Regierungsprogramm verkündet, sich um einen Ausbau des Abtreibungsangebotes in Tirol kümmern zu wollen. Dabei würden auch öffentliche Einrichtungen, also auch Krankenhäuser in Betracht gezogen. Tirol ist bis jetzt eines der österreichischen Bundesländer, in denen Abtreibungen nur im niedergelassenen, privaten Bereich durchgeführt werden. In anderen Bundesländern wird auch an öffentlich finanzierten Krankenhäusern abgetrieben. „Ein Kind ist keine Krankheit. Abtreibung keine Gesundheitsleistung.“ Unter dem Motto „Ein Kind ist keine Krankheit. Abtreibung keine Gesundheitsleistung“ ruft Jugend für das Leben Tirol und Mitveranstalter CitizenGO zur Teilnahme an der Großdemonstration am 14. Jänner in Innsbruck auf. Dabei kommen Mediziner, Betroffene und Lebensrechtsaktivisten zu Wort, die sich insbesondere zur Problematik der Abtreibung an Krankenhäusern äußern. Statt einem Ausbau von Abtreibungsangeboten fordern die Veranstalter echte lebensbejahende Unterstützung für betroffene Frauen und gedenken der jährlich vielen hundert tragischen Fälle, in denen ungeborene Kinder abgetrieben werden. „Gewissensfreiheit von medizinischem Personal schützen“ Abtreibung an Krankenhäusern würde auch die gesetzlich verankerte Gewissensfreiheit des medizinischen und administrativen Personals gefährden. Wie z.B. aus dem benachbarten Bundesland Salzburg bekannt ist, fühlen sich Beschäftigte oft unter Druck gesetzt, an Abtreibungen (indirekt) mitzuwirken. Abtreibung ist keine Gesundheitsleistung „Jeder Mensch hat das Recht auf eine gute Gesundheitsversorgung – das gilt ganz besonders für schwangere Frauen und ihre ungeborenen Kinder. Eine Abtreibung hat fatale Folgen für die betroffene Frau, und den Tod ihres Kindes zur Folge, und ist keine Gesundheitsversorgung“, so Natalie Ehrenberger, Regionalgruppenleiterin der Jugend für das Leben in Tirol. „Aufgabe der Politik ist es, sich für ein lebensförderliches Unterstützungssystem einzusetzen und den Schutz des Rechts auf Leben zur Priorität zu machen. Der politische Kompromiss der Fristenregelung bedeutet keinesfalls, dass sich der Staat um Abtreibungen zu kümmern hätte und diese gar durch Steuer- und Versicherungsgelder aller Bürger mitfinanzieren dürfte.“ ÖVP verstößt gegen Parteigrundsätze In ihrem Grundsatzprogramm bekennt sich die ÖVP zum Lebensschutz. Dort heißt es: ‚Die Menschenwürde ist für uns in keiner Lebensphase verhandelbar. Wir lehnen den Schwangerschaftsabbruch ab.“ Dazu Gabriela Huber, Generalsekretärin der Jugend für das Leben: „Es ist grotesk, dass die ÖVP auf ihre eigenen Grundsätze aufmerksam gemacht werden muss. Der vorgebliche Kompromiss wie dieser im Regierungsprogramm ist ein enormer Vertrauensbruch.“