Jugend für das Leben rief zum 5. Mal in Folge zum Marsch fürs Leben in Innsbruck auf. Über 200 Personen nahmen am 7. März an der Lebensschutzdemo in der Landeshauptstadt Teil. Ein Zeichen für ein Tirol, das das Leben bejaht.
Um 12 Uhr versammelten sich über 200 Personen zum Marsch fürs Leben an der Annasäule in der Innsbrucker Fußgängerzone. Mit dabei war dieses Jahr auch Sundays for Life und die Bewegung für das Leben Südtirol mit Infoständen.
„Wir werden unser Anliegen so lange an die Öffentlichkeit tragen, bis es nicht mehr nötig ist – bis Abtreibung der Geschichte angehört“, bestärkt Leopold Stolberg, Vorsitzender der Jugend für das Leben, der ebenfalls am Marsch teilnahm.
Die vielfältigen Redebeiträge zu Beginn reichten vom verantwortungslosen Umgang mit Sexualität als dem Grundproblem über die Debatte um Bannmeilen bis hin zu ermutigenden Worten dazu, für Gesellschaft und Politik sichtbar und aktiv zu bleiben.
Paula Ketteler, eine Mitarbeiterin bei 1000plus, erzählte aus der Beratungsarbeit mit Frauen im Schwangerschaftskonflikt und rief zum Unterzeichnen eines offenen Briefes zum Thema Bannmeilen vor Abtreibungseinrichtungen an Frauenministerin Holzleitner (SPÖ) auf. „Ein Rechtsstaat darf nicht auf Basis politischer Narrative handeln, sondern muss sich auf überprüfbare Tatsachen und die Verfassung stützen“, heißt es dort bezüglich der medial kursierenden horrenden Falschmeldungen über die Tätigkeiten von Lebensschützern. „Durch friedlich betende Lebensschützer besteht keinerlei Gefährdung für Frauen, die eine Abtreibungspraxis aufsuchen wollen, wie auch die polizeilichen Behörden bestätigen“, betont Ketteler. „Bannmeilen wären ein bedenklicher Präzedenzfall für die Einschränkung elementarer Grundrechte.“
Ebenfalls für die Meinungsfreiheit plädierte der Innsbrucker Gemeinderat Fabian Walch (FPÖ). „Das Recht auf Leben ist nicht verhandelbar, die Würde der Kinder ist nicht verhandelbar!“, ermutigte er die Marschteilnehmer. In seinem Redebeitrag erinnerte er auch an das Vorjahr, als das Innsbrucker Rathaus von Teilen der Stadtregierung für die aggressive Gegendemonstration missbraucht wurde, welche zu über 20 Festnahmen geführt hatte. Nach sofortigen entsprechenden Hinweisen und Anfragen an den Bürgermeister durch die FPÖ, welche sehr missgünstig entgegengenommen worden seien, wurden dieses Jahr keine einseitigen Zeichen mehr gehisst. Dennoch waren auch heuer trotz riesigem Polizsiaufgebot wieder aggressive Gegendemonstranten vor Ort und störten die Versammlung mehrfach; es kam zu sieben Anzeigen durch die Polizei.
Walch sprach auch die aktuelle Lage in Tirol an: Die Landesregierung hat mittlerweile sogar eine Prämie von 90.000 Euro für die Nachfolger des aktuellen bekennenden Abtreibungsarztes ausgestellt – doch noch immer hat sich niemand gefunden. „Wir wissen aus erster Hand, dass sich immer schwerer Ärzte finden lassen, die diesem Geschäft nachgehen möchten. Verständlich – haben Ärzte doch ihren Beruf gewählt, um allen Menschen, ungeachtet der Umstände, des Alters, des Geschlechts oder des gesundheitlichen Zustands zu helfen, und nicht zu töten“, zeigt sich Veronika Huber, Generalsekretärin der Jugend für das Leben, beim Marsch in Innsbruck optimistisch.
Die Tiroler Gruppe der Jugend für das Leben plant bereits den Marsch fürs Leben 2027 – auch wenn es hoffentlich bald schon keine derartigen Aktionen mehr braucht, weil Abtreibung dann schon der Geschichte angehören wird.
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