Vehement wurde in Tirol seit 2021 vonseiten der Bevölkerung gegen die Ankündigung der Landesregierung, Abtreibung ans Krankenhaus zu bringen, protestiert. Angeblich fand sich auch lange Zeit kein Arzt, der diese blutige Aufgabe übernehmen wollte. Nun wurde plötzlich angekündigt, dass ab sofort an der Innsbrucker Klinik doch Babys vor ihrem Entbindungstermin durch Klinikärzte getötet werden können. Jugend für das Leben verurteilt das Vorgehen aufs Schärfste.
Wortwörtlich über Nacht wurden Klinikmitarbeiter der Innsbrucker Universitätsklinik durch eine automatisierte E-Mail von der „Geschäftsführung“ der Tirol Kliniken darüber aufgeklärt, dass ab sofort an der Klinik Abtreibungen im Rahmen der Fristenregelung durchgeführt würden. Angestellte Krankenpfleger und Ärzte berichten von einem nebulösen Hergang, der nicht dem üblichen Verfahren im Zuge solcher Neuerungen entspricht. Die Neuerung wurde von der Landesregierung unter der Führung von ÖVP initiiert und abgesegnet, ebenfalls unter einer gewissen Geheimhaltung. Nun werden die Tiroler vor vollendete Tatsachen gestellt.
Jugend für das Leben erinnert die ÖVP ein weiteres Mal an ihr Grundsatzprogramm, in welchem es heißt: „Wir lehnen den Schwangerschaftsabbruch ab“ (Grundsatzprogramm, S. 32). „Das Einführen von Abtreibungen am Krankenhaus steht in unübertrefflichem Gegensatz dazu: Die Straftat der Abtreibung wird verharmlost, es betrügt Frauen, gefährdet das Gewissen von Krankenhauspersonal – was nicht nur die Abtreiber, sondern auch blutabnehmende Krankenschwestern und die vielen weiteren Beteiligten miteinschließt – und geht auf Rechnung der Steuerzahler“, stellt Frederik Koller, Vorsitzender von Jugend für das Leben, klar.
Aufforderung an Landeshauptmann Mattle zur Revidierung
Dieser Schritt ist laut Jugend für das Leben nur ein weiterer in die falsche Richtung. „Es ist eine Abwärtsspirale. Diese seit Jahren andauernde Kompromisspolitik führt am Ende zu einer gänzlichen Liberalisierung von Abtreibung.“ Ein Verrat an den Wählern, hält Koller fest. „Dieser Schritt ist mehr als bedenklich, da jeder Tiroler Steuerzahler an Abtreibungen mitwirken muss und die Regierung eine Straftat mitfinanziert! Diese Politik ist einfach unhaltbar.“ Jugend für das Leben fordert die Regierung, insbesondere die ÖVP und Landeshauptmann Mattle, zu einer sofortigen Revidierung der Pläne auf. „Eigentlich müsste die Politik auf einen Zustand hinarbeiten, wo das Ja zum Kind für jede Frau selbstverständlich wird. Das wäre tatsächlich ein Grund zum Feiern!“
Abtreibung ist keine Gesundheitsleistung
Die Regierung spricht von einem „verlässlichen Angebot“, von einer „Gesundheitsleistung“: „Alle reden von Gesundheitsleistung, aber niemand wird uns erklären können, inwieweit eine Abtreibung Frauen gesünder machen soll“, stellt Natalie Walch, Pressesprecherin von Jugend für das Leben, klar. „Es handelt sich bei Abtreibungen im Rahmen der Fristenregelung nicht um einen medizinischen Eingriff für die Gesundheit der Frau. Im Gegenteil, Abtreibung ist Gewalt an Frauen und jede Abtreibung ist eine zu viel. Eine Schwangere ist nicht krank, Abtreibung macht sie nicht gesünder, sondern zur Mutter eines toten Kindes. Aus gutem Grund also wird Abtreibung am Krankenhaus oder Abtreibung auf Krankenschein von vielen Seiten abgelehnt. Es ist purer Hohn, Frauen mit solchen verfälschenden Formulierungen die Tötung ihres Kindes schmackhafter und leichter machen zu wollen“, schließt Walch.
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