Am 31. Mai organisierte Jugend für das Leben eine spontane Kundgebung am Landhausplatz aufgrund der Einführung von Abtreibung am Klinikum Innsbruck. Rund 200 Tiroler folgten dem kurzfristig verbreiteten Aufruf, um für eine sofortige Revidierung dieses Schrittes, der von der ÖVP-SPÖ-Regierung initiiert und abgesegnet wurde, zu demonstrieren.
Seit 2022 versucht die Landesregierung, das Abtreibungsangebot in Tirol auszuweiten. Aus allen Richtungen – Beratungsorganisationen, Lebensschutzvereine, Kirche – hagelte es in den darauffolgenden Jahren Kritik. Jugend für das Leben betonte wiederholt: Eine Regierung hat keine Infrastruktur für Abtreibungen bereitzustellen! Nun aber wortwörtlich über Nacht der Dammbruch unter ÖVP-Ägide: Seit 4. Mai können nun auch an der Klinik Innsbruck Ungeborene vor ihrem Entbindungstermin durch ärztliche Hand getötet werden.
Eine Nachricht, die nicht nur die Bevölkerung Tirols, sondern auch Klinikmitarbeiter überraschend vor vollendete Tatsachen stellte. Die rund 200 Teilnehmer demonstrierten am Sonntag direkt vor dem Landhaus. „Ein Kind ist keine Krankheit – Abtreibung raus aus dem Krankenhaus“, „Abtreibung ist keine Gesundheitsleistung“ war auf Transparenten und Schildern zu lesen. Dazu waren 400 Paar Kinderschuhe symbolisch für die jährlich geschätzt 300-600 abgetriebenen Kinder in Tirol aufgestellt worden. Eine Mitarbeiterin von der Beratungsorganisation 1000plus gab Einblick in den Alltag der Schwangerenberatung: Keiner von jenen, die Abtreibung ans Krankenhaus gebracht haben, scheine zu wissen, was Schwangere in Not wirklich brauchen. Mit Jugend für das Leben kritisierte sie die Auswahl der beauftragten Beratungsorganisationen an der Klinik, die sich für einen sehr liberalen Abtreibungszugang stark machen. Auch zwei Privatpersonen gaben als betroffene Frauen Zeugnis von ihren Erfahrungen mit Abtreibung. Zudem hatte der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler den Organisatoren ein Grußwort an die Teilnehmer zukommen lassen.
„Abtreibungen raus aus dem Krankenhaus, Einführung eines Abbruchregisters und Schaffung von echten Hilfsangeboten“, betonte Frederik Koller, Vorsitzender der Jugend für das Leben, die aktuell brennenden Punkte des Lebensschutzes in Tirol. Der Aufruf an Landeshauptmann Mattle (ÖVP) geht auch aus der neuen von der Jugend für das Leben initiierten Petition klar hervor: Revidierung dieses Verrats an den eigenen Grundsätzen (vgl. ÖVP-Grundsatzprogramm S. 32: „Wir lehnen den Schwangerschaftsabbruch ab.“) und an den Wählern, sofortiger Stopp von Abtreibung am Klinikum Innsbruck!
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Bildquelle: https://www.sundaysforlife.org/ressourcen/abtreibung/die-realitaet